Konzeption für Aufbau einer Gleisanlage zum Betrieb von Feldbahnfahrzeugen

Deutsches Erdölmuseum Wietze

Das Deutsche Erdölmuseum Wietze möchte einen Teil der spurgeführten Ausstellungsobjekte in Betrieb setzen können und den Besuchern im Fahrbetrieb vorführen. Ein verkehrlicher Nutzen, d. h. die Beförderung von Personen, Güter oder Geräte von einer Quelle zu einem oder mehreren Zielen wird nicht angestrebt, da das zur Verfügung stehende Freigelände samt seiner Belegung mit Ausstellungsobjekten aus der Erdölförderung die Anlage von Bahnhöfen bzw. Be- und Entladeanlagen schon topographisch ausschließt. Dennoch soll die zu errichtende Gleisanlage eisenbahnbetrieblich sicher angelegt und ausgeführt werden, um Schaufahrten mit Fahrzeugen und Geräten sowie Rundfahrten mit Museumsbesuchern zu ermöglichen.

Vorgeführt werden Feldbahnfahrzeuge und ggf. spurgeführte Geräte der Erdölförderung mit den Spurweiten 900 mm und 600 mm. Die Anlage muß eine spätere Ausweitung durch eine aus dem Museumsgelände herausführende Strecke ermöglichen und wird deshalb spitz in Richtung der Feuerwehrzufahrt angelegt. Weitere technische oder betriebliche Randbedingungen durch diese noch weitgehend unbestimmte Erweiterung können jedoch noch nicht formuliert werden. Die jetzt zu konzipierende Anlage soll betriebliche Abwechslung durch kleinere Rangierarbeiten und das Kreuzen und/oder Überholen von zwei Rangierabteilungen ermöglichen. Außerdem sollen die beiden Dieselloks sowie ggf. weitere Fahrzeuge den Lokunterstand des neuen Ausstellungsgebäudes erreichen können.

 

Meine Arbeit:

Die Vorplanungen des Ingenieur­büros Müller und Nümann IMN, Hambüren habe ich im Herbst 2002 eisenbahntechnisch fortentwickelt und ein Konzept für die konkrete Umsetzung gegeben. Anschließend habe ich in zwei Ausbildungseinheiten die mit der Feldbahn befaßten „Lokführer“ befähigt und mich von der erforderlichen Sachkunde und Fahrgeschick überzeugt. Seit 2003 ist diese Feldbahnanlage in Betrieb.