2 Baustellen-Werbebilder von Henschel

In einem Konvolut der Zeitschrift „Eisenbahn-Ingenieur“ aus der Bibliothek des Kleinbahn-Museums Bruchhausen-Vilsen befanden sich lose zwei irgendwo herausgerissene Blätter mit Fotodrucken. Das hochwertige Papier passt nicht zu der Zeitschrift von 1950 und weist auf einer Langseite eine Ausrisskante auf. Die nur leicht vergilbten Blätter sind einseitig farbig bedruckt mit je einem Foto und den Unterzeilen: „Henschel-Motorwalze“ bzw. „Henschel-Baulokomotiven“ sowie dem Henschelstern und „Henschel & Sohn G.m.b.H. Kassel“. Die Motive weisen auf Werbung für Baumaschinen und Feldbahn-Lokomotiven hin.

Die Motorwalze deutet in ihrer Konstruktion, dem Henschel-Gussschild sowie den Petroleum-Laternen auf die Motorwalzen der 1930er Jahre hin. Zwar nahm Henschel den im Krieg eingestellten Bau von Motorwalzen mit Vorkriegskonstruktionen erneut auf, doch vermutlich ohne Petroleumlaternen. Und ab 1953 baute Henschel einen moderneren und runderen Typ.

Das zweite Bild zeigt eine (Straßen?)-Baustelle mit einem dampfgetriebenen Seilzug-Löffelbagger und einem von zwei Dampflokomotiven des Henschel-Typs „Monta“ angetriebenen Kipploren-Zug. Bei dem Pkw rechts im Bild scheint es sich um einen Mercedes-Benz 170 V mit geteilter Stoßstange und weißem Kennzeichen zu handeln.

Mit diesen Informationen von Aleksandra Lippert und Rüdiger Fach lässt sich der Aufnahmezeitpunkt der Bilder auf das Ende der 1930er Jahre eingrenzen bis spätestens zu den Verdunkelungsvorgaben. Leider ist über das Motiv der Fotos und die Herkunft der Blätter nichts weiter bekannt; kann vielleicht ein Leser weitere Angaben machen? Bitte ggf. an: JLIB_HTML_CLOAKING